Zugposaune

Die Zugposaune (trombone à coulisse) ist eines der Instrumente, das von Anfang an alle Töne der chromatischen Tonleiter von sich geben konnte. Durch das Ausziehen des Zuges bis 6 Positionen – weiter reicht der Arm des Spielers nicht – ist das möglich. Sie wurde in vielen Stimmungen gebaut. Die heute am meisten benutzte Posaune ist die Tenor-Posaune in B (Trombone en sib), sie wird aber in C (do) gespielt.

Die Posaune wurde in der heute üblichen Form bereits im 15. Jahrhundert im Burgund entwickelt. Sie wurde zunächst vor allem in der Kirchenmusik, vom 18. Jahrhundert an auch in der Militärmusik, eingesetzt. In den Anfängen des Jazz zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Posaune bei den Marching Bands für die Bassstimme zuständig, sie bildete die Gegenstimme zur Lead-Trompete und war meist für den Grundton der Harmonien und für den Rhythmus zuständig. Sie gehört zum Standart-Instrumentarium des Jazz.

Als virtuoses Soloinstrument spielt sie im Vergleich zur Trompete nur in Ausnahmefällen eine herausragende Rolle, als Soundgeber ist sie jedoch unverzichtbar, bei Big Bands ohnehin.


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